Arches National Park (10. April 2022)

September 20, 2022 0 By ironhat

„i was on a two month vacation“
Part 29
the amazing delicate arch
IronHat

Am 10. April 2022 war es endlich soweit – vor diesem Tag hatte ich schon in der Planung ein wenig „Muffensausen“. Denn heute ging es zum Delicate Arche im Arches National Park.

Wir standen am Morgen mal wieder zeitig auf, obwohl unsere „Reservation“ für den Arches National Park erst um 12 Uhr galt. Auch das Wetter hätte an diesem Tag etwas besser sein können, aber das trübte nicht meine Freude auf das, was vor mir lag. Es sollten an diesem Tag maximal 12 Grad werden mit starkem Wind, also hieß es warm einpacken. Noch schnell die Fotoausrüstung verstaut und sortiert und um 11 Uhr machten wir uns auf den Weg zum 40 km entfernten Delicate Arch. Schon während meiner Planung stellt ich fest, daß eine Reservierung zum Besuch des Parks notwendig war – leider war für den Sonnenauf- und Sonnenuntergang schon keine Reservierung mehr möglich – schade, aber wird nachgeholt.

Um Punkt 12 erreichten wir pünktlich und ca. 30 Minuten Wartezeit vor dem Eingang den Arches National Park. Es konnte endlich losgehen und wir fuhren auf die atemberaubende Bergstraße in den Arches National Park. Es ging vorbei an bizarren Bergformationen, so daß man dachte, jeden Moment löst sich hier ein Felsbrocken und fällt auf die Straße. Dann fuhren wir über ein Hochplateau, von hier hatte ich einen tollen Blick auf die schneebedeckten Berge der „Wagon Road Ridge“ Mountains.

Nach 20 km, mit WOW-Momenten im Sekundentakt, waren wir dann an unserem ersten Ziel für heute angelangt, der Parkplatz vor dem Delicate Arche Trail. Jetzt wurde es für mich ernst. 

Kleine Anmerkung – falls ihr euch noch „entleeren“ müßt, macht das nicht hier im Park, die WC an den Parkplätzen sind echt widerlich.

Als wir uns gerade auf dem Weg machen wollten – passierte das hier ….

Plötzlich stand ich fast ohne Hose mitten auf dem Parkplatz; meine fast 25 Jahre alte Gürtelschnalle riss – einen Ersatzgürtel hatte ich natürlich nicht dabei (merke – nächstes mal nen 2. Gürtel einpacken!). Glücklicherweise hatte Christian Ersatz für mich, den ich auch nicht mehr bis zum Ende meiner Reise abgab.

Der Delicate Arche Trail ist ein 5,1 km langer Hin- und Rückweg zum wohl berühmtesten „Naturbogen“ des Parks. Dadurch ist hier immer sehr viel los hier. 

Für mich als nicht so geübter Wanderer war es schon sehr anstrengend. Während ich immer mal wieder eine kleine Pause brauchte, war es für Christian nicht so einfach immer wieder Ausschau nach mir zu halten; aber somit hatte er immer wieder Zeit eine Kippe zu rauchen. Aber somit konnte ich zwischendurch immer mal wieder ein paar schöne Fotos schießen.

Der erste Kilometer war recht flach, danach führte der Weg einmal quer über eine großen Felsplatte, auch „Slickrock“ genannt; hier kann es unter Umständen schon recht glatt werden und jeder Schritt muß wohl überlegt sein (zumindest für mich – LoL), auch sollte man hier auf vernünftiges Schuhwerk achten. Der Wind ließ uns nur so um die Ohren; und bei 11 Grad und starkem Wind, war es schon recht kalt auf dem Abschnitt – das sollte aber am Ziel angelangt, noch extremer werden. Es war schon teils deprimierend, wie schnell doch einige Leute, welche augenscheinlich „noch“ älter als ich waren an mir vorbei „liefen“ – LoL – aber egal – ich hatte Spaß.

Sobald man die Spitze der Felsplatte erreicht hat, hat man einen tollen Blick auf die La Sal Mountains in der Ferne, welche fast das ganze Jahr mit Schnee bedeckt sind.

Nun kamen wir wieder zu einem eher flachen Abschnitt, wo ich mal wieder Kraft tanken mußte. Die Gunst der Stunde nutze ich natürlich immer wieder für Fotos. Auf unserem Weg nach oben, trafen wir hier und da auch auf merkwürdige Gestalten am Rande des Weges.

Der letzte Abschnitt, bevor man den Delicate Arche erreicht, ist nichts für Leute mit Höhenangst – also eigentlich auch nichts für mich – aber ich habe mich durchgebissen. Ich war ja schon so einiges von den „Scary Bridges“ in Virginia und der Ostküste, gewohnt. Auf den letzten Metern fällt der ca. 90 cm breiten Pfad steil nach links ab, mit einer steilen Felswand auf der rechten Seite – je weiter man sich dem Delicate Arch nähert, um so höher wird der Abgrund – aber ich habs überlebt. Nach einer Stunde hatten ich mein Ziel endlich erreicht.

Der Delicate Arch tauchte plötzlich wie aus dem Nichts vor mir auf –  welch ein atemberaubender Anblick.

Aber alleine waren wir leider nicht – es war extrem viel los. Die Leute gingen und kamen und es nahm kein Ende. Aber für mich galt der Slogan „Der Weg ist das Ziel“ und der Delicate Arch war sozusagen mein Nachtich. Da ich jetzt nicht der typische Tourist bin und auch solche Menschenmaßen und deren Lautstärke nicht mag – mußte ich auch nicht unbedingt ein Foto von mir unter dem Steinbogen haben – somit schoss ich ein paar tolle Aufnahmen. Hier oben gibt es nämlich nicht nur den Delicate Arch zu bewundern – auch die Umgebung sollte man sich mal „reinziehen“ – traumhaft. Es war schon teils lustig was mansche Leute so anstellen um ein Foto von sich und dem Naturwunder zu machen.

Durch meinen mitgebrachten Müsli Riegel schloß ich sogleich auch Freundschaft mit einem ansässigen Raben, welchen ich mit meinem Müsli Riegel aus der Hand fütterte. Das war auch mal wieder so ein toller Moment meiner Reise.

Irgendwann wurde es dann einfach zu voll, zu windig und zu kalt und wir machten uns auf den Rückweg. Dieser war dann nicht so schwierig, da es eigentlich nur noch bergab ging und wir brauchen auch nur 45 Minuten.

Auf diesem Trail hab ich mir bewiesen, daß ich mich doch noch nicht zum alten Eisen zählen muß, obwohl ich des öfters auf meiner Reise gedacht habe „I am to old for this shit“.

Irgendwann wurde es dann einfach zu voll, zu windig und zu kalt und wir machten uns auf den Rückweg. Dieser war dann nicht so schwierig, da es eigentlich nur noch bergab ging und wir brauchen auch nur 45 Minuten.

Auf diesem Trail hab ich mir bewiesen, daß ich mich doch noch nicht zum alten Eisen zählen muß, obwohl ich des öfters auf meiner Reise gedacht habe „I am to old for this shit“.

Es waren jetzt erst ca.16 Uhr und wir hatten noch Zeit also machten wir uns auf dem Weg zum Sand Dune Arch. Dieser befindet sich 500m vom Parkplatz entfernt. Hier hatte ich das Glück, daß hier nicht soviel los war und konnte in aller Ruhe Fotos schießen, während Christian lieber klettern ging. Immer wieder nahm ich die Kuscheltiere auf meinen Streifzügen während meiner Reise mit und schoss für meine kids Fotos. Die beiden kleinen Teddys waren mein ständiger Begleiter, meine Kids hatten sie mir mitgegeben damit sie auf mich aufpassen – ich vermißte meine Kinder schon sehr auf dieser Reise. Ich hoffe ich bekomme noch die Möglichkeit, diese schönen Orte mit meinen Kids in Zukunft mal gemeinsam zu besuchen.

Dann ging es wieder zurück zum Campground. Auf der Rückfahrt hielten wir noch am Balanced Rock, Double Arch, North Window Arch, dem Turret Arch und „Parade of Elephants“ an.

In Moab besorgten wir uns dann noch ein paar Fastfood Burger. Unsere letzte nach hieß aber auch, für den nächsten Tag alles wieder an Ort und stelle verstauen. Am Abend gab es dann noch was Netflix. Auch kam unser Elektroheizer wieder zum Einsatz, da auch hier die Temperaturen Nachts mal wieder auf -5 Grad fielen.

Was war das für ein anstrengender und aufregender Tag. Schade, daß das Wetter nicht so mitgespielt hat – dann wäre es der perfekte Tag gewesen. Aber trotz allem, werde ich diesen Tag nicht so schnell vergessen. Auch habe ich während meiner Reise oft festgestellt, das man daß, was man hier so sieht die ganzen Eindrücke, Momente, Gedanken, … nicht so einfach in Wort und Bild wiedergeben kann.



11. April 2022 – Roadtrip to Monument Valley (Utah)


alle neuen Beiträge zu meiner Reise findet ihr hier



Last Updated on September 23, 2022 by ironhat